Denk- und Entwicklungsfeld 3

Raumakustik, Archäoakustik und Resonanzphänomenologie

Über dieses Denk- und Entwicklungsfeld

Dieses Denk- und Entwicklungsfeld erschließt die akustische Eigenart monumentaler und sakraler Architektur sowie die räumliche Wahrnehmung von Klang, Nachhall, Resonanz und Stille.

Im Mittelpunkt steht das Bauwerk als Klangraum: seine geometrischen, materiellen und räumlichen Eigenschaften, die Ausbreitung und Reflexion von Schall sowie die Art und Weise, wie akustische Ereignisse innerhalb eines Raumes wahrgenommen werden.

Nahaufnahme von goldfarbenen, spiralförmigen Mustern mit glänzender Oberfläche.

Bedeutung für monumentale und sakrale Architektur

Monumentale und sakrale Bauwerke sind nicht ausschließlich visuelle Räume. Raumvolumen, Geometrie, Oberflächen, Materialien und architektonische Gliederung prägen ihre jeweils charakteristischen akustischen Bedingungen.

Viele dieser Bauwerke standen über Jahrhunderte in enger Verbindung mit Sprache, Gesang, Musik und Stille. Ihre akustischen Eigenschaften sind deshalb Teil ihrer räumlichen und kulturellen Eigenart.

Dieses Denk- und Entwicklungsfeld erschließt diese Dimension als Bestandteil des gebauten Kulturerbes und trägt damit zu einem umfassenderen Verständnis des jeweiligen Bauwerks bei.

Wissenschaftlicher Bezugsraum

Architekturakustik · Raumakustik · Archäoakustik · Schallphysik · akustische Typologie · Resonanzforschung · Nachhallforschung · Psychoakustik · auditive Raumwahrnehmung · Klangraumforschung · Stilleforschung

  • Hermann von Helmholtz – physiologische Akustik und Grundlagen der auditiven Wahrnehmung

  • Wallace Clement Sabine – grundlegende Entwicklung der modernen Raumakustik und Nachhallforschung

  • Leo L. Beranek – Architekturakustik und Akustik von Konzert- und Aufführungsräumen

  • Manfred R. Schroeder – Raumakustik, Schallausbreitung, Diffusion und Nachhall

  • Heinrich Kuttruff – physikalische und theoretische Raumakustik

  • Jens Blauert – räumliches Hören, binaurale Wahrnehmung und Psychoakustik

  • Georg von Békésy – Mechanismen des Hörens und physikalische Prozesse der Cochlea

  • Albert S. Bregman – Auditory Scene Analysis und Wahrnehmungsorganisation komplexer Klangumgebungen

  • Brian C. J. Moore – Psychoakustik und auditive Wahrnehmung

  • Barry Blesser & Linda-Ruth Salter – Aural Architecture und räumliches Hören als Beziehung zwischen Akustik, Raum und menschlicher Erfahrung

  • R. Murray Schafer – Soundscape-Forschung und akustische Umwelt

  • Iégor Reznikoff – Archäoakustik und historische Resonanzräume

  • Rupert Till – Sound Archaeology und methodisch kontrollierte Archäoakustik historischer und prähistorischer Räume

  • Bissera V. Pentcheva – historische Klangräume sakraler Architektur und Verbindung von Architektur, Akustik und liturgischer Praxis

Historische, prunkvolle prägenden Atmosphäre mit einer beeindruckenden Statue im Inneren eines Palastes bei Sonnenuntergang, mit dem Logo von Nemorian Experiences im Vordergrund.

Einordnung in MEMORIAN

Innerhalb des MEMORIAN Instituts erschließt dieses Denk- und Entwicklungsfeld die akustische Eigenart und klangräumliche Ordnung des jeweiligen Bauwerks.

Diese Perspektive bildet eine fachliche Grundlage der Kultursynthese™.

Nr° 4 Ikonologie, Symbolik und kulturelle Narratologie