Denk- und Entwicklungsfeld 4

Ikonologie, Symbolik und kulturelle Narratologie

Über dieses Denk- und Entwicklungsfeld

Dieses Denk- und Entwicklungsfeld erschließt die Bildprogramme, Symbole, Mythen, Epen, Überlieferungen, Inschriften und kulturellen Narrationen monumentaler und sakraler Architektur.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich kulturelle Bedeutungen in Bildern, Zeichen, Texten und überlieferten Narrativen eines Bauwerks manifestieren und innerhalb ihres jeweiligen historischen und kulturellen Kontextes erschließen lassen.

Bedeutung für monumentale und sakrale Architektur

Monumentale und sakrale Bauwerke sind nicht allein räumliche und materielle Strukturen. Bildprogramme, Skulpturen, Inschriften, Symbole und überlieferte Erzählungen können wesentliche Träger ihrer kulturellen Bedeutung sein.

Ihre Erschließung ermöglicht es, ein Bauwerk auch als historisch gewachsenen Bedeutungsraum zu verstehen – mit seinen kulturellen Bezügen, Erinnerungsschichten und narrativen Zusammenhängen.

Dieses Denk- und Entwicklungsfeld erschließt damit die kulturelle Bedeutungsstruktur und narrative Identität des jeweiligen Bauwerks.

Wissenschaftlicher Bezugsraum

Ikonographie · Ikonologie · Bildwissenschaft · Symboltheorie · Semiotik · Mythologie · Narratologie · Religionswissenschaft und Religionsphänomenologie · Erinnerungskultur · kulturelles Gedächtnis · Epigraphik · Raumsemantik Mythologie · vergleichende Mythologie · Epen- und Überlieferungsforschung

  • Aby Warburg – kulturwissenschaftliche Bildforschung, Bildgedächtnis und Nachleben kultureller Formen

  • Erwin Panofsky – Ikonographie und systematische Ikonologie

  • Ernst Cassirer – Symboltheorie und Philosophie der symbolischen Formen

  • Charles Sanders Peirce – grundlegende allgemeine Zeichentheorie und Semiotik

  • Ferdinand de Saussure – strukturalistische Zeichentheorie und Semiology als eine der Grundlagen moderner Semiotik

  • Roland Barthes – Semiology, kulturelle Codes und Bedeutungsproduktion

  • Umberto Eco – Semiotik, kulturelle Zeichensysteme und Interpretation

  • Juri Lotman – Kultursemiotik, kulturelle Zeichensysteme und Semiosphäre

  • Hans Belting – Bildanthropologie und kulturwissenschaftliche Bildtheorie

  • W. J. T. Mitchell – Iconology, Visual Culture und Verhältnis von Bild, Text und kultureller Repräsentation

  • Claude Lévi-Strauss – strukturalistische Analyse von Mythos und kulturellen Bedeutungssystemen

  • Vladimir Propp – strukturelle Analyse narrativer Formen

  • Tzvetan Todorov – strukturalistische Narratologie

  • Gérard Genette – grundlegende Kategorien moderner Narratologie und Erzähltheorie

  • Paul Ricœur – Hermeneutik, Symbol und Narrativität

  • Maurice Halbwachs – kollektives Gedächtnis

  • Jan Assmann – kulturelles Gedächtnis, kulturelle Identität und Traditionsbildung

  • Aleida Assmann – Erinnerungskultur und kulturelles Gedächtnis

  • Pierre Nora – Erinnerungsorte und kulturelle Erinnerung

  • Mircea Eliade – Religionsphänomenologie, Mythos und historische Formen sakraler Bedeutungsordnung

  • Theodor Mommsen – grundlegende systematische Epigraphik und Begründung des Corpus Inscriptionum Latinarum

  • Louis Robert – griechische Epigraphik und historische Kontextualisierung von Inschriften.

Einordnung in MEMORIAN

Innerhalb des MEMORIAN Instituts erschließt dieses Denk- und Entwicklungsfeld die kulturelle Bedeutungsstruktur und narrative Identität des jeweiligen Bauwerks.

Diese Perspektive bildet eine fachliche Grundlage der Kultursynthese™.

Nr° 5 Integrative Humanbiologie, Somatik und Psychologie des Raumerlebens