Denk- und Entwicklungsfeld 1

Architektur, Materialität, Atmosphäre und Raumphänomenologie

Über dieses Denk- und Entwicklungsfeld

Dieses Denk- und Entwicklungsfeld erschließt die räumliche, materielle, konstruktive und atmosphärische Eigenart monumentaler und sakraler Architektur.

Im Mittelpunkt steht das Bauwerk als räumliche Wirklichkeit – in seiner Form, Proportion, Materialität, Konstruktion und räumlichen Ordnung sowie in der Beziehung zwischen gebautem Raum und menschlicher Wahrnehmung. Architektur wird damit nicht ausschließlich als Objekt, sondern als erfahrbare räumliche Wirklichkeit betrachtet.

Detail des Eingangsportals einer gotischen Kathedrale mit Skulpturen und Fensterrosetten.

Bedeutung für monumentale und sakrale Architektur

Monumentale und sakrale Bauwerke erschließen sich nicht allein über ihre historische, funktionale oder kunstgeschichtliche Bedeutung. Ihre kulturelle Eigenart ist ebenso in ihrer räumlichen Ordnung, ihrer Materialität und ihrer atmosphärischen Präsenz verankert.

Dieses Denk- und Entwicklungsfeld erschließt diese Qualitäten als eigenständige Dimension des gebauten Kulturerbes und trägt damit zu einem umfassenderen Verständnis des jeweiligen Bauwerks bei.

Detailansicht des geschnitzten Fassadendekors eines Gebäudes mit Skulpturen, Blumenornamenten, Löwenköpfen und einem großen runden Fenster im Stil der klassischen Architektur.

Wissenschaftlicher Bezugsraum

Architekturgeschichte · Architekturtheorie · Bautypologie · Bauforschung · Konstruktion und Tektonik · Materialitätsforschung · Geometrie und Proportionslehre · Atmosphärenästhetik · Raumphänomenologie · Leibphänomenologie

  • Vitruv – Architektur, Proportion und architektonische Ordnung

  • Gottfried Semper – Materialität, Tektonik und technische Künste

  • August Schmarsow – Theorie des architektonischen Raumes

  • Martin Heidegger – Bauen, Wohnen, Ort und Raum

  • Maurice Merleau-Ponty – Leiblichkeit und Wahrnehmung

  • Gaston Bachelard – Phänomenologie und Imagination des Raumes

  • Otto Friedrich Bollnow – gelebter Raum und Raumphänomenologie

  • Hermann Schmitz – Leiblichkeit, Atmosphäre und Neue Phänomenologie

  • Christian Norberg-Schulz – Genius Loci und phänomenologische Architekturtheorie

  • Steen Eiler Rasmussen – sinnliche Erfahrung von Architektur

  • Aldo Rossi – Monument, Dauer und architektonisches Gedächtnis

  • Gernot Böhme – Atmosphärenästhetik und architektonische Atmosphäre

  • Juhani Pallasmaa – multisensorische und leibliche Architekturwahrnehmung

  • Kenneth Frampton – Tektonik und Materialkultur

  • Peter Zumthor – Materialität, Präsenz und Atmosphäre

Ein barockes Kircheninnere mit hohen Fenstern, Kerzen und kunstvollen Verzierungen. Im Vordergrund sind Sitzkissen und Meditationstechniken für ein Erlebnis namens 'Memorian' sichtbar.

Einordnung in MEMORIAN

Innerhalb des MEMORIAN Instituts erschließt dieses Denk- und Entwicklungsfeld die räumliche, materielle und atmosphärische Eigenart des jeweiligen Bauwerks.

Diese Perspektive bildet eine fachliche Grundlage der Kultursynthese™.

Nr° 2 Architektonische Lichtführung, Archäoastronomie und visuelle Perzeption