Denk- und Entwicklungsfeld 7
Immersive Experience Design und multisensorische Raumdramaturgie
Über dieses Denk- und Entwicklungsfeld
Dieses Denk- und Entwicklungsfeld bildet den fachlichen Bezugsraum für die räumliche, zeitliche, körperliche und multisensorische Gestaltung kultureller Erfahrung.
Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Mensch, Raum und kultureller Vermittlung. Immersion wird dabei nicht primär als technische oder digitale Inszenierung verstanden, sondern als eine Form räumlicher Erfahrung, in der Wahrnehmung, Bewegung, Aufmerksamkeit und sinnliche Eindrücke miteinander verbunden sind.
Bedeutung für monumentale und sakrale Architektur
Monumentale und sakrale Bauwerke besitzen bereits eine eigene räumliche Dramaturgie. Zugänge und Übergänge, Raumfolgen und Blickachsen, Licht, Klang, Materialität und Bewegung prägen, wie ein Ort wahrgenommen und durchschritten wird.
Für zeitgenössische kulturelle Vermittlung stellt sich deshalb nicht allein die Frage, was über ein Bauwerk vermittelt wird, sondern auch, wie eine Begegnung mit dem Bauwerk selbst ermöglicht werden kann.
Das Bauwerk wird dabei nicht als Kulisse verstanden, sondern als aktiver Träger kultureller Erfahrung.
Wissenschaftlicher Bezugsraum
Performance und Performativität
Performance Studies · Theaterwissenschaft · Ästhetik des Performativen · EreignisästhetikRaum- und Erfahrungsdramaturgie
Raumdramaturgie · Erfahrungsdramaturgie · räumliche Narration · Experience ChoreographySzenografie und Ausstellungsraum
Szenografie · Environmental Scenography · Ausstellungsforschung · Installation · site-specific experienceMultisensorische Gestaltung
multisensorisches Design · Embodied Experience · crossmodale Wahrnehmung · sinnliche ArchitekturZeitliche und räumliche Gestaltung
Lichtdramaturgie · Klangdramaturgie · Bewegungsdramaturgie · räumliche SequenzierungInteraktion und kulturelle Vermittlung
Interaktionsdesign · Partizipation · Kulturvermittlung · Besucher- und Zuschauererfahrung
Ausgewählte Leitfiguren des wissenschaftlichen Bezugsraums
Performance und Performativität
Erika Fischer-Lichte – Ästhetik des Performativen, Körperlichkeit, Aufführung und Ereignis
Richard Schechner – Performance Theory und Mitbegründer der Performance StudiesRaum, Klang und körperliche Erfahrung
Bernhard Leitner – Klangraum, Raumwahrnehmung und körperlich erfahrbarer Raum
Juhani Pallasmaa – multisensorische Architektur und verkörperte WahrnehmungSzenografie und räumliche Zuschauererfahrung
Arnold Aronson – Geschichte und Theorie der Szenografie sowie Environmental Scenography
Joslin McKinney – Szenografie, verkörperte Zuschauererfahrung, Materialität und immersive bzw. ortsspezifische RäumeInstallation, Partizipation und Zuschauerbeziehung
Claire Bishop – Installation Art, Partizipation und zeitgenössische Formen der Zuschauer- und Raumerfahrung
Multisensorische Wahrnehmung
Charles Spence – crossmodale und multisensorische Wahrnehmung sowie die Gestaltung multisensorischer Umgebungen.Erfahrungsorientierte Gestaltung
B. Joseph Pine II & James H. Gilmore – Experience Economy und die konzeptionelle Fassung von Erfahrung als eigenständiger Gestaltungsdimension
Einordnung in MEMORIAN
Innerhalb des MEMORIAN Instituts bildet dieses Denk- und Entwicklungsfeld die fachliche Entwicklungsebene zwischen Kultursynthese™ und kultureller Erfahrungsform.
Es schafft den Bezugsraum für die Frage, wie das standortspezifische kulturelle Gesamtverständnis eines Bauwerks in eine räumliche, zeitliche, körperliche und multisensorische Erfahrung überführt werden kann.
Die konkrete methodische Ableitung und Gestaltung der MEMORIAN Experience™ bleibt interne Methodenarchitektur. Die praktische Entwicklung und Umsetzung der Experiences erfolgt innerhalb von MEMORIAN Studios.
Carolin Seiwert
Initiatorin · MEMORIAN Institut

